Stativfüße für Sand, Matsch und Schnee (Sinkin Stopper)

​Der feste Stand des Stativs sollte selbstverständlich sein. Doch oftmals ist es nicht so einfach, da verschiedene Untergründe wie Sand, Matsch und Schnee dem Landschaftsfotografen das Leben schwer machen. Abhilfe schaffen hier die neu entwickelten Stativfüße "Sink Stopper" von Michael Zober-Frede.

Stativfüße "Sinkin Stopper" ?

Der Produktname ist aus dem deutschen Wort Sinken abgeleitet und nicht aus dem englischen, wo es dann fälschlicher Weise ein Abfluß oder Abflußstöpsel wäre. Wir schauen noch nach einem coolen Produktnamen !!. Vielleicht hat ja jemand von unseren Lesern ja eine zündende Idee.

Stativfüße Sinkin Stopper "Die Geschichte".

Es hat mich als Landschaftsfotograf schon meine ganze berufliche Laufbahn begleitet. Das leidige Problem der einsinkenden Stativfüße in weichem Untergrund. Nach meinem letzten Winteraufenthalt in Nordschweden, kam mir die Idee für die neue Bauart dieser Stativfüße.

Sicherlich, es gibt Stativfüße die das gleiche Problem angehen von Gitzo und Manfrotto schon seit Jahren. Ich habe beide Produkte auch über Jahre eingesetzt. Doch die Erfahrungen waren letztendlich nicht sehr positiv. Und ich will es auch gerne begründen. Zum einen müssen die Stativfüße, bei Manfrotto heißen sie "Schneeschuhe", nach dem Einsatz wieder demontiert werden. Sie sind einfach zu groß und behindern beim Wandern oder beim Transport in Fahrzeugen sehr. Sie sehen eher aus wie Schatzsuchgeräte. Bei Einsatz auf härterem Schnee und etwas abschüssigem Gelände macht sich unter Umständen der gesamte Aufbau selbständig das der Kunststoff zu hart und glatt ist.

Die Anforderungen:

  • ​Klein sollten Sie sein
  • Einfach in der Montage
  • Beim Transport am Stativ bleiben können
  • Robust aber leicht
  • Begrenzt formbar 
 
Und natürlich den Einsatzzweck, das Einsinken des Statives  im weichen Untergrund verhindern.
 

Als Form für die Stativfüße wurde die Kugelform gewählt. Somit ist es egal in welchem Winkel die Stativbeine stehen. Die Kugel hat immer die gleiche Auflagefläche. Durch Druck wird der Untergrund soweit punktuell komprimiert, das dass Stativ einen festen Stand bekommt. Die Füße können dabei auch ruhig einmal über den Rand einsinken, was meistens nicht erforderlich ist. Bei sehr weichem Schnee kann es nötig sein, das die Stativbeinde mit den Stativfüßen "Sinkin Stopper" 10 oder 15 cm in den Schnee gedrückt werden müssen bevor der Pulverschnee komprimiert ist und ein stabiler Stand erreicht wurde.

Die originalen Stativfüße werden einfach gegen die Stativfüße "SinkINStopper" ersetzt. Hierzu ist ist eine 3/8 Zoll UNC Schraube eingegossen. Das ist ein übliches Gewinde in der Fotobranche. Einfach die original Stativfüße abschrauben und durch die Sink Stopper ersetzten. Die Schraube wird direkt beim Fertigungsprozess fest vergossen.

An folgenden Stativen wurden die Stativfüße getestet:

  • GITZO (Mounteneer, Systematics)
  • Novoflex
  • SIRUI
  • BENRO
  • ROLLEI
 

Eine spezielle Version für die Manfrotto Stativserien ohne Einschraubgewinde ist in Vorbereitung.​

Herstellung der Stativfüße Sink Stopper:

Die Stativfüße werden in eigener Werkstatt in Handarbeit hergestellt. Der Fertigungsprozess beinhaltet das gießen des Kautschuks in Silikonformen, die ebenfalls in eigener Fertigung erstellt werden. Nach einer Aushärtezeit von sieben Stunden kann entformt werden. Nach weiteren 60 Stunden hat der Kautschuk seine Maximalhärte von 90 Shore erreicht. Nach dem anschließenden Waschprozess sind die Stativfüße bereit zur Auslieferung.